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Papierbootregatta: Mit Wikingerboot und Spezialtechnik am Start

Varel „Hau rein Christian.“ Angefeuert vom Publikum am Rand des Hafenbeckens, gaben Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und die sieben anderen Teilnehmer des Promi-Rennens bei der Papier- und Kartonbootregatta alles. Schnell setzte sich Simon Carstens mit dem Boot, das die Schüler der Oberschule Bockhorn gebaut hatten, an die Spitze, knapp vor Uwe Baumgart von der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham und Andreas Michalke von der Oberschule Varel.

Hart umkämpft waren auch die beiden letzten Plätze.

Sebastian Köhler von der Firma Haar im schicken braunen Winkingerboot mit Mast und Bürgermeister Gerd-Christian Wagner mit spezieller Paddeltechnik legten sich mächtig ins Zeug und kamen unter dem Jubel des Publikums ins Ziel.

„Am gefährlichsten ist das Ein- und Aussteigen“, sagte Bürgermeister Wagner. Im vergangenen Jahr schlitterte er dabei aus. Diesmal erreichte er die Ziellinie unbeschadet, wenn auch auf den letzten Metern schwimmend.

Auch die anderen Teilnehmer des Promi-Rennens ließen ihre Boote bei sommerlichen Temperaturen direkt nach dem Ziel kentern und nahmen ein freiwilliges Bad im Hafenbecken. „Die Wasserqualität ist 1a“, scherzte Gerd-Christian Wagner.

Ein Problem im Papierboot sei es, die Balance zu halten, sagte Kristian Evers, Geschäftsführer der Papier- und Kartonfabrik Varel (PKV). Er hatte von seinen Auszubildenden „das schnellste Boot“ gebaut bekommen, wie sie sagten. Steuern und vorwärtskommen ist aber auch in dem Experten-Boliden auf dem Wasser nicht einfach.

„Man muss rechts paddeln und links paddeln – und das mit höchster Leistung“, sagte Kristian Evers und berichtete auch gleich lachend von seinen Problemen dabei: „Entweder schlägt man sich dabei das Paddel unter die Nase oder man fährt immer nur im Kreis herum.“

Ohne Probleme paddelte Lehrer Simon Carstens rasend schnell durchs Wasser, gab sich, befragt nach seiner Sieger-Taktik, aber eher bescheiden und lobte die talentierten Bootsbauer, die Schüler der Oberschule Bockhorn: „Ohne Technik ist der Fahrer gar nichts.“

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