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"Alkohol spielt bei vielen Jugendlichen am Wochenende eine große Rolle. Viele trinken sich in den Rausch, bis zum völligen Absturz. Ich denke, das geschieht auch aus Mangel an Alternativen“, sagt Dadmer Wichner. Sie ist Schulsozialarbeiterin an der Oberschule Bockhorn und möchte etwas tun, damit die Schüler der neunten Klassen sich gegen eine Sucht wappnen können. Deswegen hat sie die „Wilde Bühne“ aus Bremen eingeladen. Beim Improvisationstheater sollen die jungen Leute ihre Handlungsspielräume kennenlernen.

Frank Stuckenbrok, Tinka Klindtwort und die ehemalige Drogenabhängige Kerstin nahmen die Jugendlichen mit auf eine Szenenreise. Doch bevor die Schüler Szenen nachstellten, in denen sie mit Freunden im Rausch feiern, begannen die Schauspieler der Bühne mit einer ganz einfachen Übung: Die Schüler gaben sich gegenseitig die Hand und schauten sich dabei in die Augen ohne – zu sprechen. „Die Augen sind das Tor zur Seele“, sagte Frank Stuckenbrok. „Es geht darum, zu lernen, andere Menschen wahrzunehmen und zu erkennen, wie es ihnen geht.“

Dann eine weitere, simpel anmutende Übung: Die Jugendlichen sollten auf der Stelle springen, sicher stehend landen und dann einen Schrei ausstoßen. „Es geht darum, die Stimme zu trainieren, einen festen Stand zu haben, mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen und die Dinge so zu sagen, dass andere auch glauben, was man sagt“, erklärt Tinka Klindtwort. Dass diese Übungen durchaus Sinn haben, wird jedem schnell klar, der sieht, wie schwer es manchem Jugendlichen fällt, selbstsicher und laut zu sein. „Es ist wichtig, dass ich weiß: Ich muss einstehen für meine Meinung und dabei selbstsicher sein. Manchmal ist das nur Schauspiel, aber selbst, wenn ich das nur spiele, komme ich selbstsicher rüber“, erklärt Frank Stuckenbrok.

Bei der Theaterpädagogik geht es auch darum, sich dessen bewusst zu werden, dass man der Herr über seine Handlungen ist und sich entscheiden kann. Und diese Entscheidungen bewusst für sich zu treffen, ist vor allem im Umgang mit Alkohol wichtig.

Zum Präventionsprojekt an den 9. Klassen hat auch Imke Janssen von der Suchtberatung Friesland ihren Teil beigetragen und mit den Jugendlichen über Abhängigkeit von Drogen und Medien gesprochen. Denn auch die Handy-Sucht ist ein großes Problem: „Das Handy auszustellen, ist für viele Jugendliche noch die größte Strafe.“

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