Bockhorner Schüler lernen auf dem Mölltaler Gletscher Skifahren

Im ersten Halbjahr 2017/2018 wurde an der OBS Bockhorn erneut eine Ski AG mit abschließender Skifahrt nach Österreich angeboten. Geleitet wurde die wöchentlich stattfindende AG durch Herrn Carstens und Herrn Lehning-Grass. Während des Halbjahres setzten sich die insgesamt 26 teilnehmenden Schüler mit theoretischen Grundlagen zum Skifahren auseinander und bereiteten sich körperlich auf die Skifahrt vor. Hierzu standen Inlineskaten, Wasserskifahren, Laufen sowie verschiedene Koordinations- und Fitnessübungen auf dem Programm.

Gut vorbereitet startete die Gruppe am 19.01.2018 am späten Nachmittag im Reisebus Richtung Österreich. Geleitet und betreut wurde die Fahrt von Herrn Carstens, Ute Ostendorf, Thomas Adelmann und Jannis Jargow. Ute Ostendorf (ehemalige Kollegin) und Thomas Adelmann (Student) waren bereits im letzten Jahr Teil des Lehrerteams. Jannis Jargow (Student) sprang für Herrn Lehning-Grass ein, der aus familiären Gründen verhindert war. Ute Ostendorf, Thomas Adelmann und Jannis Jargow gilt an dieser Stelle großer Dank, da sie die Fahrt ehrenamtlich begleitet haben und diese ohne sie in dieser Form nicht möglich gewesen wäre sowie auch nicht annähernd so gut hätte gestaltet werden können.

Die Hinfahrt wurde durch Sturmtief Frederike verlangsamt und witterungsbedingt in den Kasseler Bergen sogar für 2 Stunden unterbrochen, da der Bus bei Schneefall und Glätte kurzzeitig festgesetzt wurde. Am Samstagmorgen erreichte man nach insgesamt knapp 16stündiger Fahrt Obervellach. Doch statt Ausruhen stand Frühstück, Zimmer beziehen, Skiverleih, Orientieren im Ort, Busfahren und der erste Skinachmittag auf dem Programm. Zielsetzung des Nachmittags war die Gewöhnung an die ungewohnt langen Skier unter den Füßen und das Gleiten auf dem Schnee. Nach erfolgreicher Skigewöhnung und dem ersten gemeinsamen Abendbrot war der erste Abend sehr kurz und alle gingen früh ins Bett.

Die folgenden Tage wurden durch das Wetter geprägt, durchgehender Schneefall, Wind, schlechte Sicht und gelegentliche Schneeverwehungen zeichneten ein sehr winterliches Bild. Dies beeinträchtigte die Fortschritte der sieben Anfänger allerdings in keinster Weise. Die Anfänger zeigten an den ersten Tagen viel Einsatz und sehr gute Lernfortschritte. So setzten sie sich sehr engagiert mit der angewandten 1-Ski-Methodik auseinander und konnten in kürzester Zeit die ersten blauen Pisten auf 2 Skiern mit verbundenen Kurven hinunterfahren. Auch die ersten Steilstücke konnten bereits nach 2-3 Tagen gemeistert werden. Die Fortgeschrittenen erkundeten währenddessen die oberen Gebiete des Skigebiets Mallnitz-Ankogel. Die mitgebrachten Warnwesten waren Gold wert und sehr hilfreich bei den winterlichen Expeditionen auf den verschneiten und nebelbedeckten Pisten. Neben Fortschritten im Skifahren wurden so auch erhebliche Fortschritte bei der Bewältigung von schlechten Sichtverhältnissen und tieferem Schnee gesammelt.

Nach 2 Skitagen wurde das Skigebiet gewechselt und auf dem Mölltaler Gletscher gefahren. Ab dem zweiten Tag am Gletscher kehrte auch endlich, das aus dem letzten Jahr bekannte und allseits beliebte, „Kaiserwetter“ zurück. Die Anfänger verbesserten sich stetig, bewältigten nach kürzester Zeit auch schwerere Pisten und fuhren abschließend gemeinsam mit den Fortgeschrittenen. Diese verbesserten zwischenzeitlich ihr Fahrkönnen und setzten sich unter Anderem mit „Carving“, „Kurzschwüngen“, „Buckelpisten“, Verbesserung der Kurventechnik und verschiedenen Pistentricks auseinander. Einzelne kamen am Ende der Woche sogar in den Genuss für kurze Zeit als „Skilehrer“ Verantwortung für andere Schüler zu übernehmen. Am vorletzten und letzten Skitag durften die Schüler teilweise alleine in Kleingruppen auf festgelegten Pisten Skifahren. Dies wurde ausgiebig und sehr verantwortlich genutzt. Die Gruppen blieben stets zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

Die ganze Woche über herrschte eine super Stimmung auf und abseits der Piste. Es wurde viel gelacht und miteinander unternommen. Während tagsüber die ein oder andere Schneebanane angestimmt wurde, Vater Abraham die Gruppe unterhielt, Pferderennen veranstaltet wurden oder fahrende Musikboxen für die musikalische Begleitung sorgten, wurde auch am Abend viel gemeinsam unternommen. Neben einem hart umkämpften „Jungs-gegen-Mädchen-Duell“, das den Mädchen für einige Tage angenehme Privilegien bescherte, wurde gerodelt, eine Schneeschuhwanderung gemacht, das örtliche Schwimmbad genutzt, Gesellschaftsspiele gespielt oder Skivideos angesehen. Die ganze Woche über gab es keine ernsthaften Verletzungen und die kleineren „Blessuren“ konnten meist schnell auskuriert werden. Lediglich eine Grippe setzte einzelne Schüler zwischenzeitlich außer Gefecht. Kranke Schüler konnten allerdings durch Medikamente und die sehr fürsorgliche Behandlung durch ihre Mitschüler schnell wieder gesund werden.

Hervorzuheben ist für die gesamte Fahrt das sehr verantwortliche, rücksichtsvolle und vorbildliche Verhalten der Schüler sowie die angenehme und positive Stimmung. Die Fahrt war insgesamt sehr lustig, interessant, lehrreich, angenehm und natürlich auch sehr anstrengend. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Jahr!

Ski3

Geschrieben: S. Carstens. Oldenburg, den 03.02.2018.

 

NWZ-Bericht v. 30.09.17: Diese Schüler regeln den Verkehr

 

Elf neue Schülerlotsen regeln nach den Herbstferien den Verkehr vor der Grundschule Bockhorn. Die Jugendlichen von der Oberschule Bockhorn sorgen für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler der benachbarten Grundschule auf ihrem Schulweg. Seit 2013 können die Grundschüler in Bockhorn auf die Schülerlotsen zählen. Die theoretische und praktische Ausbildung der neuen Mitglieder des Schülerlotsendienstes wurde von Schulsozialarbeiterin Jasmin Wittkowski und Eugen Schnettler vom Polizeikommissariat Varel übernommen. Schulleiter Jörg Behrens freut sich über dieses Engagement seiner Schüler. Die Schulleiterin der Grundschule, Doris Kache, lobte die Bereitschaft der Großen, schon eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn Dienst zu tun. Schnettler wies darauf hin, dass dieses Schülerlotsen-Projekt das einzige im ganzen Landkreis ist und sich dadurch die morgendliche Verkehrssituation vor der Grundschule entspannt habe.

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